MITARBEITER IN IHRER FREIZEIT





Musikwünsche erfüllen und weltweit gehört werden
HOBBY. Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, selbst sein eigenes
Radioprogramm zusammenzustellen – vor allem, wenn gerade wieder die
Werbung nervt oder die angeblich aktuellen Nachrichten bereits zum zigten
Mal durch den „Äther rauschen“.
Frank Ziller aus unserer Netzgesellschaft hat sich diesen Wunsch erfüllt.
Regelmäßig ist er über www.futureradio.de zu hören, wenn er zwei
Stunden lang eine eigene Sendung gestaltet.

Zu diesem eher seltenen Hobby als Radiomoderator im Internet ist der
51-jährige Frank Ziller über seinen Sohn Falk gekommen.
Der gehört schon länger zur Laien-Moderator-Gemeinde.
Er ging bereits seit einiger Zeit bei einem anderen Internetradio
auf Sendung, bevor er vor drei Jahren seinem Vater einfach das Mikro
zur Vertretung in die Hand drückte.
„In diesem Moment hat mich der Virus angesteckt“, erinnert sich Frank Ziller.
Seitdem frönen die beiden der gleichen Freizeitbeschäftigung
allerdings an unterschiedlichen Sendetagen.
Und inzwischen auch bei einem anderen Sender: dem 2006 gegründeten „Future Radio“.
Dieses Online-Radio sendet täglich von 18 bis 02 Uhr.
Ein- bis zweimal in der Woche gestaltet jeder der beiden jeweils zwei
Stunden lang eine eigene Sendung.

Anfangs holte sich unser Kollege bei seinem Sohn noch manchen Tipp,
wie man Hörerwünsche optimal erfüllen kann.
Doch schon bald hatte er den Dreh raus, wie man weltweit gehört
werden kann und gutes Radio rüberbringt.
„Es ist faszinierend, wie man seinen eigenen Musikgeschmack.
bei mir die Rockmusik. und die Hörerwünsche anderer Leute
miteinander verbinden kann. Und das direkt von zu Hause aus!“
Tatsächlich hat sich Frank Ziller im Wohnzimmer einen kleinen Sendebereich
eingerichtet, ausgestattet mit einem PC mit einem großem 2GB Arbeitsspeicher,
Mischpult, dynamischen Mikrofonen, Headset und einer Menge Cd´s mit den
verschiedensten Musikrichtungen.
Seine Frau hat glücklicherweise viel Verständnis dafür.
„Sonst würde es wohl nicht funktionieren“, weiß der Hobby-Moderator.

Den Arbeitsplatz nutzt er gemeinsam mit seinem Sohn.
Eigentlich hat jeder seine eigene Sendezeit, aber manchmal sind sie
auch gemeinsam im Netz.
Dann spielen sie mit ihren Hörern Bingo. Eine Besonderheit, die es nur bei ihnen gibt.
So wie auch die anderen Moderatoren, die ebenfalls zum Team gehören und
aus ganz Deutschland kommen, ihre Spezialitäten haben:
zum Beispiel Platten rückwärts spielen, Top-Ten-Hörer-Charts, Song-Quiz,
spezielle Genre- und Interpretensendungen.
Alle haben jedoch das gleiche Ziel:
den Hörern Freude an der Musik per Internetradio bereiten, Liederwünsche innerhalb
von wenigen Minuten erfüllen und dabei selbst viel Spaß haben.
Parallel zur Sendung auf www.futureradio.de ist immer ein Chat-Raum geöffnet,
über den die Hörer untereinander oder mit dem Moderator kommunizieren,
und so auch ihre Musikwünsche loswerden können.
„Da bekommen wir immer gleich ein Feedback, ob die Sendung gefällt oder ob man
vielleicht mal einen Augenblick unaufmerksam war“,
wissen Vater und Sohn Ziller zu schätzen.

Jede Sendung erfordert neben der reinen Sendezeit weiteren zeitlichen Aufwand:
etwa eine Stunde jeweils zur Vor- und Nachbereitung.
Dazu gehört die Zuarbeit für die Top-Ten-Liste des Senders, die 2008 mit
Abstand von den Puhdys angeführt wurde.
Auch Teambesprechungen per Chat und gelegentliche Treffen mit den anderen
beiden sächsischen Moderatoren gehören dazu, ebenso das Anschreiben
von Künstlern und Gruppen, um Autogrammkarten, T-Shirts, Schlüsselbänder
oder Cd´s für die Verlosungen zu bekommen.

„Fudio“, die Internetkatze mit den gespitzten Ohren, ist das Maskottchen des Senders.
Sie begleitet die zeitweilige Hörerschar, die am Abend zwischen fünf und fünfzig Leuten zählt.
Sie muss ihnen schon ein wenig um den Bart gehen, schließlich gibt
es ja mittlerweile rund 4.000 Internetradios, Tendenz steigend.
Da gibt es einen regelrechten Wettbewerb.
Die Hörer entscheiden nach Musikangebot, dem Aussehen der Webseite,
ob man ordentlich chatten kann, ob es etwas zu gewinnen gibt und natürlich,
ob der Moderator gut drauf ist.
Frank Zillers Lieblingshit ist übrigens der Titel „The show must go on“
von Queen und zugleich sein Programm für die nächsten Jahre.
S. Gayda


Frank Ziller lernte von 1974 bis 77 Elektromonteur beim Energiekombinat Dresden.
Nach seiner Armeezeit studierte er vier Jahre Elektro-Technik an der TH Zittau.
Er ist unserem Unternehmen treu geblieben:
Bis 1993 arbeitete er als Bauleiter, anschließend bis 1997 als
Sachgebietsleiter Projektierung.
Heute ist er als Hauptsachbearbeiter Projektierung Netzbau in der
Netzgesellschaft tätig, wo er zugleich als Betriebsratsvorsitzender amtiert.